Glasfaser in Rees

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Interview zum Glasfasernetz

Rees wird blau. Das liegt aktuell nicht nur am nun häufiger blauen Himmel über der Region, sondern Aufstellern und Plakaten, die auf ein Projekt hinweisen, mit dem Rees – als erste Stadt im gesamten Kreis Kleve – von moderner Breitband-Internettechnik profitiert. Das bedeutet nicht nur höhere Surfgeschwindigkeiten, sondern insbesondere modernste Glasfaser-Technologie, die dem zukünftigen Bedarf technologisch gerecht wird und dem Standort Rees zusätzliche Attraktivität verleiht.

Das Vorhaben ist für ansässige Unternehmen wie für private Haushalte geplant. Beide profitieren von der sogenannten FTTH-Technik, bei der Kunden direkt an das Netz der Firma Deutsche Glasfaser angeschlossen werden. Die bereits geführten Gespräche mit der Stadt verliefen erfolgreich und auch bei der Jahreshauptversammlung des Wirtschaftsforums Ress am 18.02.2016 nahm das Thema den entsprechenden Raum ein. Der Bereichsleiter Geschäftskundenvertrieb Deutschland, Marcus Klein und Key Account Manager Dieter Jansen stellten den Mitgliedern aktuelle Projektdetails und Erfahrungen aus vorangegangenen Nachfragebündelungen.

Im Anschluss stand Marcus Klein noch für Fragen und Hinweise zur Verfügung:

Wifo Rees: „DSL, Vectoring, LTE und Glasfaser. An Ideen und Technologien, die digitale Agenda der Bundesregierung umzusetzen mangelt es nicht. Vielmehr fehlt besonders in ländlichen Regionen noch immer eine entsprechende Breitbandversorgung, für Unternehmen wie Privathaushalte:

M. Klein: „Das ist richtig! Genau hier lohnt sich ein genauer Blick. Und zwar sowohl auf die reine Technologie, als auch auf den sich rasant entwickelten Bedarf an Bandbreite und Geschwindigkeit im privaten und geschäftlichen Anwendungen.

Wifo Rees: „Wie genau meinen Sie das?“

M. Klein: „Nehmen wir den Bereich der Anwendungen. Neben den herkömmlichen Internet- und PC-Anwendungen haben sich in den vergangenen Jahren die Prozesse, Abläufe und Nutzungsszenarien rasant entwickelt. Vor dem Hintergrund des sogenannten „Internets der Dinge“, der Kommunikation von Maschinen untereinander, lässt sich die weitere Entwicklung, bereits mittelfristig nur noch grob abschätzen. Und in Deutschland nutzen die meisten Haushalte und Unternehmen noch immer klassische Kupferkabel. Nichts gegen diese ausgereifte Technologie, jedoch spüren die Kunden bereits heute deutlich ihre Grenzen.

Wifo Rees: „Woran denken Sie konkret?“

M. Klein: Z. B. an das Thema Reichweite. Es hat direkten Einfluss auf die letztendlich beim Kunden verfügbare Geschwindigkeit. Darüber hinaus handelt es sich bei den beworbenen Geschwindigkeiten nicht nur um meist theoretische Maximalgeschwindigkeiten, sondern auch lediglich um die Download-Geschwindigkeit. Die Digitalisierung der letzten Jahre hat hier zu einer enormen Steigerung der Daten geführt, die versendet werden. Es bedarf also auch einer erheblichen Geschwindigkeit im sogenannten Upload. Doch Kunden erwarten noch mehr von moderner Telekommunikationstechnologie als pure Geschwindigkeit. Geschäfts-kunden suchen bspw. nach Standort- und Wettbewerbsvorteilen und Skaleneffekten in Ihrer Organisation.  Hausbesitzer profitieren von einer Wertsteigerung ihrer Immobilie oder einen dadurch höheren Mietzins.

Wifo Rees: „Und all das bietet die Glasfasertechnologie?“

M. Klein: „Ja. Das sogenannte FTTH-Verfahren bedeutet eine direkte Anbindung von Unternehmen und Haushalten an die Technologie. Das synchrone Übertragungsverfahren bietet nicht nur gleiche und gleichmäßige Down- und Upload-Geschwindigkeiten, sondern eröffnet zudem noch wesentlich höhere Übertragungsgeschwindigkeiten. Es ist auch wesentlich störungsresistenter in Bezug auf Temperatur- bzw. magnetische Einflüsse.

Wifo Rees: „Welche Erfahrungen haben Sie bislang in Ihren Projekten gesammelt?“

M. Klein: Die bislang guten Erfahrungen beruhen nicht nur auf den rein technologischen Vorteilen. Die vielen durch uns erschlossenen Gewerbegebiete und Privathaushalte profitieren besonders von unserer Herangehensweise und unserem Projektmanagement.

Wifo Rees: „Welche sind das?“

M. Klein: Nun, wir arbeiten sehr eng mit lokalen und regionalen Organisationen, Verbänden und den Kommunen zusammen und führen sogenannte Nachfragebündelungen in den zu erschließenden Gebieten durch. Damit kommen wir in den direkten Kontakt mit unserer Zielgruppe, beantworten Fragen und bieten direkte Informationen und Lösungen. Wir bauen Glasfasernetze ohne öffentliche Fördermittel, also rein privatwirtschaftlich, aus. Deshalb sind für uns ein zügiger Projektstart und Ausbauverlauf, sowie neueste Verlegetechniken und ein langfristiger Investitionsrahmen von entscheidender Bedeutung.

 

Die Deutsche Glasfaser Business GmbH mit Sitz in Borken wurde 2011 gegründet und hat bundesweit 5 Standorte mit aktuell 260 Mitarbeitern. Bislang konnten knapp 40 Gewerbegebiete mit über 1.000 gewerblich genutzten und über 100.000 Hausanschlüssen Glasfaseranschlüssen ausgebaut werden. Die getätigten Investitionen in Höhe von € 250 Mio. wurden ohne öffentliche Förderungen getätigt. Weitere € 1.500 Mio. Investitionskapital stehen für weitere Ausbauprojekte bereit. Kein anderes Unternehmen hat in den letzten 2 Jahren bundesweit mehr Haushalte und Unternehmen mit Glasfaser versorgt.

 

 

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