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Wifo Rees überreicht Positionspapier an Gerwers

Aus den Niederrhein Nachrichten vom 3. Juli 2010 von Heiner Frost

REES. Kürzlich wurde den Reesern ein Stück Stadtplanung vorgestellt, bei dem es vor allem um das ehemalige NIAG Geländegeht, bei dem aber auch vom Postgelände die Rede war. Der „Reeser Knochen“ besteht aus eben jenem geplant „vorzentralen NIAG Areal“ und dem Marktplatz- verbunden durch die Dellstraße. Noch bevor die Stadt zusammen mit dem potentiellen Investor das Konzept vorstellte, hatte sich das Wirtschaftsforum Gedanken über die städteplanerische Situation und mögliche Alternativen gemacht. Die Schaffung von zusätzlicher Einkaufsfläche auf dem NIAG-Gelände wird vom WiFo nicht unkritisch gesehen. Jetzt erhielt Bürgermeister Christoph Gerwers ein „Positionspapier“ vom WiFo.

Punkt 1: „Das WiFo tritt ausdrücklich und vorranging für eine zeitgleiche Stärkung des Marktplatzes als Zentrum der historischen Innenstadt ein, da die derzeit geplante Umsetzung der Planung des NIAGGeländes eine nicht wünschenswerte Schwerpunktverlagerung an den Rand des Stadtkerns bedeuten würde. Daraus resultierende Veränderungen von Kaufkraftströmen könnten eine heute nötige Aufwertung des Marktplatzes dauerhaft unattraktiv machen.“ Das Gleichgewicht zwischen Marktplatz und dem dem „Knochenendstück“ würde leiden - der Knochen kippen. Es könnte passieren, dass die Besucher schlicht „am Eingang hängen bleiben“, was einen erheblichen Nachteil für den „nachgelagerten Einzelhandel“ bedeuten könnte. Das WiFo sieht die Überplanung des Postgeländes als durchaus sinnvoll, jedoch nicht unabdingbar an den Ausbau des NIAGGeländes gekoppelt. Es müsse, so das WiFo, darum gehen, das städtische Zentrum nicht einfach „vorzuverlegen“ und damit gewissermaßen den Marktplatz abzuschneiden. Nach wie vor sollte über die Lösung nachgedacht werden, zumindest das Erdgeschoss des Rathauses im Zentrum einer gastronomischen Nutzung zuzuführen.


Das Motto könne lauten: Service-Bereiche in Richtung NIAG auszulagern und die „Schreibtischbereiche“ in den oberen Etagen zu belassen. Es gebe, so die Mitglieder des WiFo, in unmittelbarer Umgebung genügend Beispiele für Leerstände in ehemals neu gebauten Immobilien. Kaum ziehe ein „Ankermieter“ aus, könne schnell die Verwaisung folgen, was nicht unproblematisch ist. „Die Reaktionen der Politik und Verwaltung im Hinblick auf eine Einbindung des heutigen Rathauses in die Ideen“, so eine Passage des Papiers, „waren ernüchternd, da die Bewertungen uninspiriert ausfielen. Teile der Bevölkerung wünschen bezahlbaren und barrierefreien Wohnraum in der Innenstadt von Rees.“ Weitere Marktplatzideen lesen sich wie folgt: „Beispielsweise könnte die Stadt Rees als einer der Hauptanlieger das Erdgeschoss des Rathauses, des Polizeigebäudes und der Stadtbücherei frei machen und diese Fläche zur Nutzung für den Einzelhandel (‘Rathausarcaden’) oder Gastronomie umwidmen. Diese Flächen könnten anschließend vermietet werden. Als gewünschte Folge würde der Marktplatz in wesentlichen Bereichen umgestaltet und attraktiver werden.“ „Das WiFo“, so heißt es am Ende des Positionspapiers, beabsichtigt seine planerischen Ansatzpunkte visualisieren zu lassen und den offenen Dialog mit der Stadtverwaltung und der Politik zu nutzen, um für seine Ansichten und Ziele zu werben.“ Von entscheidender Bedeutung sei ein organisches Wachstum, das beide Pole stärke und für ein Gleichgewicht sorge.

 „Es geht“, so Verena Birnbacher, „um einen konstruktiven Dialog, in dem alle Möglichkeit zumindest bedacht werden.“ Verwerfen solle man Pläne erst, nachdem sie diskutiert worden seien. Das Wifo freue sich auf eine lebendige und konstruktive Diskussion, an deren Ende eine von breiten Teilen der Bevölkerung und der Wirtschaft getragene
Lösung stehen sollte.“ Unterwww.wifo-rees.de steht das Positionspapier zum Download bereit.


 Weitere PM:http://www.kle-point.de/aktuell/neuigkeiten/eintrag.php?eintrag_id=34739

 
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