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Positionspapier

Von Monika Hartjes, Rheinische Post vom 2. Juli 2010


REES Die Entwicklung der Stadt Rees liegt der Wifo am Herzen und so wollen die Mitglieder mit der Stadt und dem Investor nach einer tragfähigen Lösung suchen. Der erste Vorschlag des Investors liegt vor und wurde der Bevölkerung bereits vorgestellt. Während in diesem Plan von einer „Knochenstrategie“ die Rede ist mit einer Erweiterung der Handelsfläche um rund 4000 Quadratmetern, favorisiert die Wifo vor allem die Aufwertung des Marktplatzes. „Wir treten dafür ein, dass die Stärkung unserer historischen Innenstadt zeitgleich mit der geplanten Umsetzung der Planung auf dem NIAG-Gelände erfolgt, weil sonst eine nicht wünschenswerte Schwerpunktverlagerung an den Rand des Stadtkerns erfolgen könnte“, meinte die Wifo-Vorsitzende Verena Birnbacher. Am Donnerstag übergaben Wifo-Mitglieder dem Bürgermeister Christoph Gerwers ein entsprechendes Positionspapier zur Entwicklung der Innenstadt. „Der Bürgermeister lobte, dass wir als Wifo bereit sind, eigene Ideen zu entwickeln und zeigte sich bereit zum konstruktiven Dialog“, sagte Ruth Pollmann, die Vorsitzende des Arbeitskreises Stadtentwicklung, die den Inhalt des Papiers erläuterte.


Im Mittelpunkt steht die ursprüngliche Idee der Wifo, das Rathaus einer anderen Nutzung zuzuführen. „Waren die Reaktionen auf diesen Vorschlag zunächst ernüchternd und negativ, so sprachen uns in letzter Zeit doch mehrere Bürger an, die den Vorschlag zumindest überlegenswert fanden“, so Verena Birnbacher. Wenn schon nicht das ganze Rathaus umziehe, dann vielleicht wenigstens die Erdgeschosslagen, die dann für Handel und Gastronomie genutzt werden könnten, führte Pollmann aus. Auch die Flächen des Polizeigebäudes und der Stadtbücherei wären für den Einzelhandel geeignet. Hier könnten durch Anmietung die „Rathausarkaden“ entstehen. Der Marktplatz würde somit attraktiver werden, was für andere Eigentümer als Initialzündung zur Umgestaltung ihrer Häuser dienen könnte.


Durch den Investor erstellte Verwaltungsgebäude auf dem NIAG-Gelände könnten die Teile der Verwaltung mit hohem Kundenverkehr aufnehmen, das würde für ihn langfristige Mietverträge bedeuten. Die Mieten, die die Stadt hier zu zahlen hat, könnten durch die Mieten, die sie am Markt einnimmt, aufgefangen werden. Die Umgestaltung des alten Postgeländes in ein Fachhandelszentrum, wie vom Investor vorgeschlagen, wird von der Bevölkerung akzeptiert. Wifo-Mitglied Bernd Hübner meinte: „Wir haben hier in Rees eine gut funktionierende Infrastruktur. Unser Wunsch ist ein kleinteiliges langsames Wachstum.“ An das NIAG-Gelände könne man später herangehen, wenn absehbar sei, ob für Rees beispielsweise eine Wohnbebauung oder weitere Handelsflächen von Vorteil wären.

 

 
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