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Kreative Bewerbung führte zum Erfolg  
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Kreative Bewerbung

Aus der NRZ vom 9. Juni 2011:

Rees. 800 Bewerbungen gab es in Frankfurt. 20 erhielten den begehrten Ausbildungsplatz als Paläontologe (der beschäftigt sich mit den Lebewesen vergangener Erdzeitalter), darunter der Hauptschüler Julian. Und auch für zwei weitere Entlassschüler ging ein Traum in Erfüllung. Sie haben die Bewerbungskommission in Krefeld mit ihren kreativen Einfällen überzeugt und beginnen nun eine Ausbildung als gestaltungstechnische Assistenten. „Wir haben in der 10 B in diesem Jahr eine Trefferquote von 100 Prozent bei den Ausbildungsstellen, und alle anderen Schüler wissen nun genau, was sie machen möchten“, fassten die Lehrer Annegret Bövingloh und Uwe Übelacker die Ergebnisse des achtmonatigen Motivationsprojekts an der Rheinschule zusammen.


Das wurde von Klaus Lanzerath, Gesellschafter eines Unternehmens, mit den Schülern durchgeführt. Ein Fulltimejob, wie er bekannte. Denn dem externen Coach gelang es, was bei Eltern und auch Lehrern nicht immer zu funktionieren scheint: Die Schüler zu motivieren, weil sie eine Perspektive sehen. Das bestätigten auch die beiden Schülersprecher Robin und Ferman, die ehrlich berichteten, wie ihnen das Thema „Bewerbungstraining“ eigentlich schon zum Hals heraushing, bis Klaus Lanzerath kam. „Wir haben bemerkt, dass Bewerbungen auch etwas mit Kunst zu tun haben und mit uns selbst“, bekannten sie. 

Was macht der Coach anders, obwohl auch er bekennt, dass er nicht zaubern kann und auch nicht jeden erreicht. Wie man schon an der großen Zahl der Schüler, die zur Informationsveranstaltung „Motivation und Perspektive“ ins PZ gekommen waren, bemerken konnte, spricht er die Sprache der Schüler, ist von ihnen begeistert, nimmt jeden Einzelnen ernst, hat Zeit und übt mit jedem kreative Bewerbungen, die das Unternehmen und seine Aussagen in den Mittelpunkt stellen. Dazu erarbeiten die Schüler einen Unternehmenssteckbrief und stellen schon im Anschreiben individuelle Vorschläge dar. Und die kommen an.

Diese erfolgreiche Arbeit kann man nicht mehr ehrenamtlich fortsetzen. Sie kostet Geld. Gespräche mit diversen staatlichen Stellen haben bisher nur ein Ergebnis gezeigt: Es ist dafür kein Geld da. Nun werben die Schulleitung, die Schüler und ihre Eltern sowie Simon Vos, der Vorsitzende des Wirtschaftsforums, dafür, dass ein Trägerverein gegründet wird, der die nötige Finanzierung übernimmt.  (beh) 

 
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